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Aegis Blog

Wesentliche Anforderungen bei einer ‚Big Data der Fertigung‘-Lösung

Key Requirements of a Manufacturing Big Data Solution - DE

Wenn in einer Fertigung ein MES-System eingeführt wird, das in der Lage ist, den gesamten Umfang des Fertigungsprozesses zu verwalten, ist die komplette Rückverfolgbarkeit gewährleistet. Diese wird dann vom Hauptziel zum automatischen Nebenprodukt des Systems.

Anders gesehen ist prozessübergreifende Produkt- und Materialrückverfolgbarkeit durch den Einsatz von ‚Big Data in der Fertigung‘ ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zur ‚Operational Excellence‘.

Wenn die Entscheidung für eine Big-Data-Lösung als Teil einer Operational-Excellence-Initiative getroffen ist, dann ist der nächste Schritt die Systemauswahl. Um den Erfolg zu maximieren, gibt es ein paar wichtige Funktionen und Geschäftsansätze, die ein Hersteller von jedem Anbieter erwarten sollte.

Betrachten wir zuerst das Datenmodell, auf dem das System sitzt. Die Aussagen von potenziellen Anbietern, dass Daten gespeichert oder erfasst werden können, genügen nicht. Das Überprüfen von zwei spezifischen und kritischen Punkten zur Datenerfassung und zum Datenmodell ist wichtig:

Erstens: Wie erfasst das System die Daten aus der automatisierten Ebene der Fertigung (einschließlich Roboter, Förderbänder, Tester, Inspektoren, Sensoren, Scanner, Prozessanlagen etc.)? Baut der Lösungsanbieter individuell angepasste Anschlüsse für jede Datenquelle oder hat das System ein skalierbares und auf Standards basierendes Datenerfassungssystem, das sich einfach an die Automatisierungsebene anpassen kann, sodass die Adapter produktbezogen, konsistent und wartbar sind?

Zweitens: Es ist festzustellen, ob das System tatsächlich die CAD-Daten in seinem Datenmodell abspeichert, sodass eingehende Variablen sich auf bestimmte Eigenschaften des Designs selbst beziehen. Dies ist entscheidend für Analytik und Datenvolumeneffizienz, da das Speichern der Daten gegen die CAD-Daten die Redundanz reduziert.

Diese Fragen führen zu einem weiteren damit verbundenen Thema. Wie werden Daten für Alarme, Kontrollreaktionen, Dashboards und Reporting genutzt, sobald sie sich im System befinden? Werden Daten sinnvoll gespeichert, damit Berichte und Dashboards über eine grafische Benutzerschnittstelle vermittelt werden können, ohne SQL- oder Programmierkenntnisse der Datenbank zu benötigen? Wahres Drag-and-Drop für Echtzeit-Dashboards und Berichte ist nur möglich, wenn die Struktur des Systems so konzipiert wird, dass alle eingehenden Daten, ob heute oder in vier Jahren auf neuen Maschinentypen, normalisiert und sinnvoll gespeichert werden. Die Frage ist einfach: Ist eine Codierung erforderlich, um die Berichterstattung zu ändern, wenn ein neues Gerät zur Echtzeit-Datenerfassung an das System angeschlossen wird?

Ebenfalls berücksichtigt werden muss der Anwendungsbereich des Systems. Um ‚Big Data der Fertigung‘ richtig zu nutzen, muss jede Tätigkeit, von der Übergabe der CAD-Daten vom R&D über die Prozessgestaltung und NPI-Aktivitäten, der Materialwirtschaft und dem Beginn der Fertigung bis hin zum Versand, Teil des grundlegenden Anwendungsbereichs des Systems sein. Alles andere würde lediglich eine Teilmenge der benötigten Daten erfassen.

Der letzte Punkt, den es zu berücksichtigen gilt, ist kein technischer, sondern er bezieht sich auf den Geschäftsansatz und das Modell des Lösungsanbieters. Bietet der Software-Hersteller nur einen Lösungskern an, der dann durch viel Customization angepasst werden muss, um in Ihrer Umgebung funktionieren zu können? Oder verfügt der Anbieter über eine umfangreiche Komplettlösung, die sich durch Konfiguration an Ihren Prozess anpasst und somit individuellen Gestaltungsbedarf und Kosten minimiert? Die Frage nach Customization oder Konfiguration ist der einzige bestimmende Faktor für Rollout-Geschwindigkeit und Gesamtkosten des Projekts.

Um das wirkliche Ausmaß der benötigten Anpassungen eines bestimmten Anbieters herauszufinden, sollte man auf einer detaillierte Lösungsbeschreibung bestehen, die definiert, was genau das System bietet und was nicht. Des Weiteren sollte darauf bestanden werden, dass das Angebot des Anbieters einen Festpreis enthält, der diese Funktionalität abdeckt. Ist dies nicht der Fall, riskieren Sie nach dem Erwerb endlose Anpassungen und ungeplante Kosten, wenn das System nicht alle von Ihnen erwarteten Funktionen bietet.



Jason Spera

Chief Executive Officer

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