Manövrieren im Fertigungslabyrinth: Wie sich Unternehmen in Zeiten des Wandels verändern können

Von:

Deb Geiger, VP Global Marketing, Aegis Software

Fertigungslabyrinth
Fertigungslabyrinth

Wenn es um das Thema Digitalisierung der Fertigung geht, wissen viele Unternehmen theoretisch, was sie tun müssen, aber sie können sich einfach nicht dazu aufraffen, es dann auch umzusetzen. Um jedoch in einer Welt nach COVID-19 erfolgreich zu sein, müssen Hersteller diesen Wandel vollziehen, sonst riskieren sie, unterzugehen.

IDC Research und Aegis Software veranstalteten kürzlich ein Webinar über einen intelligenten Ansatz zur Digitalisierung. Den Auftakt des Webinars bildete ein Überblick über das Buch von Dr. Spencer Johnson mit dem englischen Originaltitel „Who moved my Cheese?“ (Deutscher Titel: „Die Mäusestrategie für Manager – Veränderungen erfolgreich begegnen“ Anm.d.Ü). Dieses Buch ist eine Analogie zu der Welt, mit der viele Hersteller heute und in absehbarer Zukunft konfrontiert sind. Es warnt davor, wie gefährlich Selbstgefälligkeit ist und betont, wie wichtig es ist, sich auf Änderungen einzulassen. „Käse” ist dabei die Metapher für alles, was wir haben wollen, das Labyrinth ist die Reise und der Käse bewegt sich immer von uns fort.

In diesem Blogbeitrag werden die Hauptthemen des Webinars behandelt, darunter die Auswirkungen von COVID-19 auf digitale Strategien, die wichtigsten Geschäftsinitiativen von heute, wie Unternehmen auf Störungen reagieren und wie die richtige Plattform für Fertigungsabläufe datengesteuerte Entscheidungsfindung, Digitalisierung, Innovation und Neukonzeption ermöglicht.

Der Einfluss von COVID auf digitale Strategien

COVID-19 hat sich auf fast alle Bereiche der Fertigung ausgewirkt. Von veränderten Arbeitsmodellen bis hin zu hybriden Lösungen, zunehmender Cloud-Nutzung und Automatisierung, kontaktlosen Kundenerlebnissen und vielem mehr - die Branche hat sich in den letzten zwei Jahren drastisch verändert.

Die überwiegende Mehrheit der von IDC Research in der "Future Enterprise Resiliency & Spending Survey" befragten Unternehmen gibt an, dass sie als Reaktion auf COVID-19 eine "Digital-First"-Strategie verfolgen wollen oder bereits verfolgen. Nur 2,3 % der Hersteller gaben an, dass sie keine Notwendigkeit sehen, eine solche Strategie zu verfolgen. 15,6 % gaben an, dass die Stillstände und sonstigen Störungen durch die Pandemie die Notwendigkeit einer "Digital-First"-Strategie verdeutlicht haben, dass sie aber noch nicht wissen, wie sie diese umsetzen sollen. Der höchste Prozentsatz der Befragten (31,5 %) gab an, dass sie gerade mit der Umsetzung ihrer Strategie beginnen. Weitere 28 % gaben an, dass sie bereits auf einen digital-zentrierten Ansatz umgestellt haben und diesen weiter ausbauen, während 22,4 % angaben, dass sie die Notwendigkeit eines digital-zentrierten Ansatzes bereits erkannt und vor der Pandemie umgestellt hatten.

Es hat sich gezeigt, dass digitale Initiativen die Auswirkungen von Störungen abmildern. Jüngste IDC-Erkenntnisse zeigen, dass digitale Hersteller eine höhere Umsatz- und Gewinnspanne haben als nicht-digitale Hersteller. Es wurde also erkannt, wie wichtig eine „Digital First“-Strategie ist – jetzt kommt es darauf an, sie umzusetzen.

Die wichtigsten Geschäftsinitiativen und Investitionsbereiche für Hersteller von heute

Die Hersteller konzentrieren sich auf die wichtigsten Initiativen von heute und legen fest, wo sie investieren müssen, um sich für die Zukunft zu verbessern. Laut IDC Research konzentrieren sich die Hersteller derzeit auf folgende Bereiche: Produktionskosten, Qualitätsmanagement, Wertschöpfungskette, Personal, Risikomanagement und die Integration neuer Produkte. In den nächsten 12 Monaten sehen die Hersteller außerdem die folgenden Bereiche als außerordentlich wichtig an: betriebliche Effizienz, Mitarbeiterproduktivität, Gewinne, Kundenzufriedenheit, Umsatz, Kosteneinsparungen, kürzere Time-to-Market, geringeres Geschäftsrisiko sowie Innovation.

In Zeiten des Wandels sind Innovationen der Schlüssel zu Transformation, und Daten sind die Grundlage für Innovationen. Mit der stetigen Weiterentwicklung von Industrie 4.0 ermöglicht die Nutzung von Daten für bessere Entscheidungen mehr Innovation. Jetzt stellen sich Hersteller die Frage, wie sie datengesteuerte Innovation erreichen können.

Laut IDC Research haben 65 % der Unternehmen in den letzten 12-24 Monaten mit der Nachverfolgung und Messung neuer KPIs begonnen. Darüber hinaus wünschen sich die Entscheidungsträger sofortigen Zugriff auf verwertbare Informationen, egal wo diese sich befinden. Doch die IT-Abteilung kann mit den Anforderungen des Unternehmens oftmals nicht Schritt halten. Tatsächlich stufen 91 % der Unternehmen Daten und Analysen als Wettbewerbsvorteil/Unterscheidungsmerkmal ein, aber nur 24 % können einen Nutzen aus den Daten ziehen. Für die IT-Abteilung ist es von entscheidender Bedeutung, der Datenkurve voraus zu sein, um die höhere Geschwindigkeit zu erreichen, die Unternehmen benötigen, um Innovation voranzutreiben.

Wie Hersteller auf Unterbrechungen reagieren

Die vergangenen zwei Jahre waren geprägt von Unterbrechungen und Störungen sämtlicher Geschäftsabläufe. Dadurch haben digital orientierte Hersteller erkannt, dass eine datengesteuerte Entscheidungsfindung für betriebliche Prozesse entscheidend ist, und versuchen, den Wert von Daten zu maximieren. Daten, die sowohl umsetzbar als auch kontextbezogen sind, ermöglichen es Herstellern, bessere Entscheidungen zu treffen. Und die Datenmenge wird weiter zunehmen: Laut der IDC Enterprise Resiliency & Spending Study" vom Februar 2021 wird das betriebliche Datenaufkommen in den nächsten fünf Jahren um das Zwei- bis Fünffache steigen. Je mehr Daten anfallen, desto schwieriger wird die Verwaltung dieser Informationen für diejenigen, die den Wandel nicht vollziehen.

Es hat sich gezeigt, dass die Einführung einer robusten digitalen Plattform der beste Weg ist, um eine digitale Strategie einzuführen und eine datengestützte Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Die Hersteller nutzen auch weiterhin Automatisierung, um sinnvolle Verbesserungen zu erzielen. Zu den wichtigsten Vorteilen der Automatisierung gehören die Überwachung und Diagnose von Anlagen, die Sicherstellung der Qualität und die Ermöglichung von Funktionen in der Wertschöpfungskette. Die Fähigkeit, Daten zu nutzen, um Entscheidungen in diesen Bereichen zu treffen, ist unerlässlich.

Die richtige Plattform hilft Unternehmen in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Neukonzeption

Das richtige System, das Unternehmen dabei unterstützt, Daten für die Entscheidungsfindung zu nutzen und Innovation voranzutreiben, ist der Schlüssel dazu, dass Unternehmen von der Digitalisierung profitieren. Unabhängig davon, welche Technologielösungen Sie heute einsetzen oder in Zukunft einsetzen wollen: Sie müssen einen datenzentrierten Ansatz verfolgen.

Eine der wichtigsten Triebfedern der heutigen neuen Ära ist die verwertbare Intelligenz. Die Hersteller wissen, dass sie agiler werden müssen, um flexibel reagieren zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben. Aber ohne Echtzeittransparenz und intelligente Einblicke werden sie nicht Schritt halten und sich anpassen können. Mit der richtigen Plattform für Fertigungsabläufe können Sie nicht nur digitalisieren, sondern wirklich neu denken.

Eine Lösung wie FactoryLogix von Aegis ist für Industrie 4.0 ausgelegt und verfügt im Kern über eine Datenkontextualisierungs-Grundschicht. Dadurch können alle denkbaren eingehenden Daten mit den CAD-Daten korreliert und auf sinnvolle Art und Weise gespeichert werden. Bei der Verbindung mit IT- oder OT-Systemen können die Serverinfrastruktur, die Datenbank, die Funktionen des Lösungsbereichs und die Analytik mühelos zusammenarbeiten, und die Informationen werden aussagekräftig und umsetzbar.

Mit einer Plattform wie FactoryLogix können sich Hersteller an sich ändernde Anforderungen anpassen, Konsistenz gewährleisten, Innovation vorantreiben, Ausschuss beseitigen, Kosten und Fehler reduzieren, die Zusammenarbeit verbessern, Produktionsverzögerungen reduzieren, die Betriebszeit maximieren, Engpässe minimieren, den Durchsatz erhöhen und eine kontinuierliche Prozessverbesserung vorantreiben. Und in der heutigen, sich ständig verändernden Fertigungslandschaft - in der der schwer fassbare bereits oben erwähnte Käse immer in Bewegung ist - sind alle diese Bereiche ein absolutes Muss für Hersteller, die eine Transformation anstreben, um erfolgreich zu bleiben.

Hier finden Sie unsere Infografik dazu: Auf der Jagd nach dem Käse
Und hier geht es zum Webinar: Who Moved My Cheese?

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